HOCHBERG
Wanderung am 9. April 2026
Der Hochberg (305 m) liegt am Rande von Perchtoldsdorf. Ich habe ihn entdeckt, als ich eine Aussicht auf die Perchtoldsdorfer Heide gesucht habe – das war er wohl früher, jetzt ist der Blick auf die Heide zumeist durch Bäume verstellt.
Wie jede Landschaft hat auch der Hochberg seine Besonderheiten; dazu zählt vor allem der Schlehdorn, der dort an mehreren Stellen, manchmal sehr dicht, wächst,
und der den Schmetterlingen – vor allem den Raupen des Segelfalters –
als Futterpflanze sehr willkommen ist.

Der Anstieg ist leicht zu bewältigen und führt von der Hochbergstraße
(Bushaltestelle, Bus 256 von Liesing nach Gießhübl) im Westen in leichter Steigung hinauf,
der Weg wird von Frühlingsblumen begleitet.
Dazu zählt das gelbe Buschwindröschen, das gleich neben dem Zaun wächst.

Das Wald-Bingelkraut berührt mich in seiner Zartheit und Fragilität


Die Taubnessel bedeckt mit ihren grünen Blättern und violetten Blüten das trockene Laub des Vorjahrs



Freudig überrascht bin ich vom Einjährigen Silberblatt, das ich nur an dieser Stelle gleich neben dem Weg gefunden habe


Buschwindröschen und Taubnessel finden hier zusammen

Und weiße Milchsterne blühen zu zweit oder in kleinen Gruppen im dichten Gras


Auch die Traubenhyazinthen müssen sich ihren Platz erkämpfen . . .

Hier steht der Schlehdorn noch in voller Blüte, an anderen Stellen (bei voller Sonneneinstrahlung) ist er schon abgeblüht


Auch Bäume und Sträucher blühen – hier der Feldahorn

und hier die Walnuss


Schon kann man ins weite Land hineinschauen

Die Kreuzigungsgruppe steht auf der Anhöhe; zum Schutz des barocken Originals (jetzt im Wehrturm von Perchtoldsdorf) hat man hier eine Replik aufgestellt

An der Kreuzigungsgruppe vorbei führt ein Pfad nur mehr ein kleines Stück die Anhöhe hinan

Auf diesem Pfad lassen sich Schmetterlinge gerne nieder: Admiral, Perlmutterfalter, Weißlinge, Segelfalter, Schwalbenschwanz – manchen von ihnen werden wir dort später begegnen

Und wir schauen ins Land hinein, in die sanft hügelige Landschaft, mit blühenden Bäumen und Sträuchern . . .


Auf meinem Schmetterlingspfad lässt sich der Admiral nieder; zusammengefaltet ist er vom Untergrund kaum zu unterscheiden

Zuerst entging mir der Segelfalter – ich hatte ihn in größerer Entfernung erwartet, aber dann flog er direkt vor mir auf – ich hatte ihn versäumt. Nun war ich achtsamer . . .


im dichten Schlehdorngebüsch lässt er sich gerne nieder; hier ist die Blütezeit schon vorbei

Um diese Jahreszeit kann man den Schmetterling noch in seiner Makellosigkeit bewundern: später im Jahr sind die "Schwänzchen" an den Hinterflügeln oft beschädigt oder überhaupt nicht mehr vorhanden; hier aber prangt er in voller Schönheit!

Hier sind auch beide Fühler noch intakt und gut zu sehen . . .

Ich betrachte ihn auch gerne von mehreren Seiten





Nun ist auf der Anhöhe erstaunlicherweise immer noch die Frühlingsadonis zu sehen, einzeln oder in Büscheln



Nun können wir alle Stadien der Blume betrachten: von der Knospe bis zum Fruchtknoten





Von den Kuhschellen gibt es nur mehr die Fruchtstände



Die Landschaft wird von Föhren dominiert; der "Naturpark Föhrenberge" umfasst eine große Region


Das Gelb ist nicht nur der Frühlingsadonis vorbehalten; auch anders geformte Blüten wie die der Niedrigen Schwarzwurzel weisen es auf

Und allenthalben leuchten auch die Knospen und Blüten der Mahonie in Gelb

Nun hat mich mein Weg schon in die Umrundung des Hochbergs
und hinab geführt; über den Nordosthang geht es dann
wieder hinauf

Wieder begegnen uns Traubenhyazinthen, diesmal hochgewachsen

Traubenhyazinthen und Fingerkraut . . .

Traubenhyazinthen und Wolfsmilch . . .

Dies ist ein schöner Platz, versehen mit einer Bank, sodass man ausruhen und den Blick ins Häusermeer und in den Wolkenhimmel schweifen lassen kann

Blick in durch das Gezweig in den Wolkenhimmel

Die Nebelkrähe sitzt ganz oben

und macht sich bereit zum Abflug

Und es blüht auch schon der Flieder

Und auch der Schneeball beginnt zu blühen . . .

Sehr selten zeigt sich jetzt der Ehrenpreis

Schön anzusehen ist der Kleine Wiesenknopf, Knospen und aufgehende Blüten . . .

Hier in voller Blüte

Am Weg des unteren Ostabhangs sind Felsformationen zu sehen

wo das Fingerkraut im kargen Gestein dennoch Wurzeln schlagen konnte

Später im Jahr wird das Laub der Bäume den Blick auf die Häuser verdecken
Im schattigen Gelände steht der Schlehdorn noch in voller Blüte, strahlend weiß vor dem dunklen Grund

Und wieder Fingerkraut mit einsamer Traubenhyazinthe

Von der Gänsekresse fühlen sich auch Schmetterlinge gerne angelockt

Und wieder bilden gelbe Buschwindröschen und Taubnessel mit dem Blattgrün ein mehrfarbiges Blumenstillleben

Wegen der gefleckten Lippe wird diese Taubnessel gerne
die Gefleckte Taubnessel genannt

von unten fotografiert, kann man die dunkle Zeichnung
im Innern der Blüte gut sehen

Hier die winzigen Blüten-Köpfchen der Acker-Stiefmütterchen


Hier Traubenhyazinthen einer anderen Art?

Schon wieder auf dem oberen Hügel, Zwergiris


Und auch Obstbäume blühen schon (hier ein Birnbaum?)

Sehr winzig, nur mit großer Aufmerksamkeit wahrzunehmen,
ein Kleiner Perlmutterfalter

in starker Vergrößerung, mit gut sichtbarer Zeichnung

Und auch der Admiral, mit schön ausgebreiteten Flügeln . . .

Wieder geht es zur Kreuzigungsgruppe hinan

Unter der breit ausgespannten schützenden Krone der niederen Föhre

Kruzifix, Maria, Johannes und Maria Magdalena

Blüten des Spitzahorns


Auf dem Heimweg genieße ich noch einmal das leuchtende Rot
vom Einjährigen Silberblatt


Goldgrüner Heimweg

im Abendschatten

Abschied von der Gänseblümchenwiese

Dies war ein langer Hochweg-Spaziergang!
Ich hoffe, Sie konnten ihn mit mir genießen!
Fotos: Copyright Dr. Waltraud Neuwirth, Wien
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